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Keine Angst vor dem 1. Zahnarztbesuch!

Die Eltern haben beschlossen: Der erste Zahnarztbesuch ist fällig! Doch wie dem Kind schmackhaft machen, wie vermitteln, dass der Mund aufgemacht werden muss? Da Kinder feinste Sensoren haben, bekommen sie oft das beklemmende Gefühl, welches bei Erwachsenen der Zahnarzt auslösen kann, mit und übertragen es auf sich selbst. Wie können Mama und Papa dem 1. Zahnarztbesuch trotzdem ein positives Gefühl geben und damit dem Kind helfen?

Foto: Pixabay

„Der erste Zahnarztbesuch eines Kindes ist oft ein aufregendes Ereignis im Familienalltag“, betont dazu Familienzahnärztin Dr. Corina Tamas aus Baden auf Anfrage von mosaik, „obwohl gut gemeint, machen viele Erwachsene den Fehler mit dem ‚darauf Vorbereiten‘ das Kind eher zu überfordern.“ Am besten ist es, einfach zu sagen, „dass der Zahnarzt die Zähne zählt und anschaut oder ein kleines Buch über den Zahnarztbesuch dem Kind vorzulesen“, rät die Ärztin, auf keinen Fall solle man als Elternteil negative Erfahrungen vermitteln.
Dr. Tamas: „Wenn Sie selbst Angst vor dem Zahnarzt haben, versuchen Sie trotzdem, entspannt zum ersten Mal mit Ihrem Kind zum Zahnarzt zu gehen und nehmen Sie in dem Fall nicht das Kind zum eigenen Termin mit.“ Denn persönliche Zahnarztvisiten, die vielleicht auch noch ein Bohren und Löcher füllen beinhalten, sind nicht unbedingt positive Eindrücke für das Kind.

Auf Augenhöhe mit dem kleinen Patienten
In der Praxis von Dr. Corina Tamas wird das Kind vom zahnärztlichen Personal persönlich begrüßt, direkt angesprochen und angeschaut – das Kind hat z.B. die Möglichkeit, sich selbst bei der Assistentin an der Theke anzumelden, selbst die e-Card vorzulegen. Damit wird das Kind als Patient ernstgenommen – von Beginn an. Dann wird es auf „Augenniveau“, wie es Dr. Tamas bezeichnet, vom Wartezimmer geholt und ins „Zahnarztzimmer“ eingeladen. Hier macht sich das Kind mit dem „Pilotenstuhl“ vertraut und wird spielerisch an die Instrumente gewöhnt. In Dr. Tamas Praxis liegen außerdem beispielsweise eine coole Brille für den kleinen „Piloten“ oder auch Märchen-Zauberstäbe für die jungen Damen bereit.
„Es gibt mehrere Herangehensweisen“, erklärt Dr. Tamas,  „durch die Tell-Show-Do-Technik wird dem Kind im Vorhinein die Behandlung kurz in Worten erklärt. Dann werden dem Kind die Instrumente gezeigt und erst danach die Behandlung tatsächlich begonnen.“ Der Zahnarzt versucht möglichst die Instrumente umzubenennen, damit das Kind ihren Sinn besser versteht und akzeptiert, die „Spritze“ wird  beispielsweise durch Schlafkügelchen ersetzt.“ Es wäre ratsam, dass die Eltern die Begrifflichkeiten des Zahnarztes ebenso übernehmen.  Andere Methode: „Durch Hypnosetechniken kann man das Kind ablenken oder ‚verwirren‘ und auf diese Weise sein Vertrauen gewinnen“, erklärt die Zahnärztin weiter, „wenn das Kind trotzdem in die Behandlung nicht einwilligt, der Behandlungsbedarf aber bereits zu groß und das Kind jung ist, wird eventuell in Erwägung gezogen, die Behandlung mit Sedierung oder in Vollnarkose vorzunehmen.“ Sozusagen als allerletzter Ausweg ... Zum Schluss wird der kleine Patient gelobt und eventuell belohnt.
Weitere Informationen auch unter www.kinderzahnmedizin.at (zed)