Familie

Die Krise ist weiblich: "Wir sind müde!"

Die Pandemie ist eine Krise der Frauen. Eine Krise und ihre Folgen, um die sich vor allem Frauen sorgen und kümmern. Aber auch eine Krise, unter der besonders die Frauen leiden, denn in vielen Aspekten trifft sie Frauen härter – im häuslichen Bereich, bei der Betreuung der Kinder, wirtschaftlich und sozial. Waren in den ersten Monaten viele Solidaritätsaktionen sichtbar und ein positives in die Zukunft schauen, bemerkt man nun nach beinah zwei Jahren vor allem eines: Wir sind müde geworden! Vor allem Frauen und Mamas sind mittlerweile am Ende ihrer Kräfte und zum Teil auch ihrer Perspektiven ...

Es sind vor allem Frauen, die in krisenrelevanten Berufszweigen arbeiten: Das betrifft den Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, die Krankenhäuser, Kindergärten oder Schulen. Es sind systemrelevante Berufe, die meist schlecht bezahlt sind und keine guten Arbeitsbedingungen mit sich bringen. Pflegerinnen, die in einem Berufsfeld arbeiten, welches sich seit Jahren im personellen Notstand befindet, berichten von nie enden wollenden Überstunden und hoher körperlicher Belastung, das macht sich nach zwei Jahren Pandemie besonders bemerkbar.
Aber Frauen halten nicht nur in der Öffentlichkeit den Laden zusammen, sondern meist auch im eigenen Zuhause. Viele Angestellte haben ihren Arbeitsort nach Hause verlegt. Und auch wenn die Schulen mittlerweile offen haben, steht bei vielen nach wie vor nachmittags Home-Schooling auf der Tagesordnung, muss doch vielen Kindern beim „Aufholen“ nach wie vor geholfen werden.
Eine Pandemie fordert auch mehr Fürsorge um Kranke oder Alte, seien es die Eltern, Großeltern, FreundInnen oder NachbarInnen. So steigt neben der Lohnarbeit auch die Care-Arbeit, und die übernehmen meist Frauen. Denn die Entscheidung darüber, wer die Fürsorgearbeit übernimmt, folgt meist „logischen“ Überlegungen. Wer ist flexibler im Job? Wer kann beruflich eher zurückstecken? Da Frauen vermehrt in Teilzeit arbeiten, führt das dazu, dass sie vermehrt die Care-Arbeit übernehmen und damit bestehende Strukturen gefestigt werden. So werden „alte“ Rollenmuster durch die lange Pandemie wieder mehr verfestigt.


„Brennglas auf stark gefüllten Alltag“
„Die Corona-Krise wirkt wie ein Brennglas auf den ohnehin schon stark gefüllten Alltag, weil Betreuungen der Kinder ausfallen, verschiedenste Maßnahmen oder Quarantänen den Alltag zusätzlich erschweren, viele Kinder mehr sicherheitsgebende Geborgenheit bzw. Gesprächsbedarf haben, und Home-Schooling nach wie vor Thema ist“, erzählt Familienberaterin Patricia Weiner aus Bad Vöslau aus ihrer Praxis und ihren Gesprächen mit Familien und Frauen. Es habe sich vielerorts zudem eine stärkere Kommunikation zwischen Schule und Eltern eingestellt, die dazu führe, dass viel an die Eltern ausgelagert werde. Weiner: „Dadurch ist der Druck sehr groß und belastet viele Eltern-Kind-Beziehungen.“

Ansprüche an sich selbst steigen immer mehr
Die Familienberaterin beobachtet auch das Phänomen, dass nun immer mehr Mamas immer höhere Ansprüche an sich selbst haben – „alles unter einen Hut zu bringen und dabei die immer gelassene, spielende, bedürfnisorientierte Mama zu sein. Und dabei bleibt die familiäre Unterstützung immer mehr aus.“ Das sprichwörtliche „Dorf“, das es bräuchte, um Kinder zu begleiten, biete sich nicht nur coronabedingt oft nicht mehr an – so bleiben die Mütter mit der Kinderbetreuung alleine. Dabei gehen die meisten Frauen noch „nebenbei“ einer Erwerbsarbeit nach, kümmern sich um den Großteil der Familienorganisation, des Haushaltes, uvm.
Weiner: „Der Mental Load steigt ins Unermessliche und die Bilder in den Köpfen wandeln sich leider nur langsam. Es gibt eine Selbstverständlichkeit in den Köpfen von Müttern und Vätern, die viele Aufgabenfelder bzw. die Oberhand über die Familienorganisation bei der Mutter sieht – schließlich hat sie den Überblick, weil sie die meiste Zeit der Kinderbetreuung übernimmt. Viele Mütter nehmen das so hin, geben aber auch nichts ab.“
Hier wäre es wichtig, kritisch zu hinterfragen: „Was muss ich wirklich? Was kann ich auslagern? Wie können Eltern besser teilen? Als AlleinerzieherIn – welche Ressourcen habe ich? Welche Ansprüche schaden mir mehr als sie mir dienen?“, rät die Expertin.
„Das, was jedoch die Frauen und Mamas am meisten belastet, sind die Ansprüche an sich selbst“, erzählt Weiner, „viele fühlen sich als Mamas nie gut genug, viele sind  überkritisch mit sich selbst und übersehen dabei, was eigentlich alles gut ist. Dieser Fokus auf die vermeintlichen Schwächen und Fehler, dieser Perfektionsanspruch an sich selbst belastet sehr, verursacht Stress und führt zu ständiger innerer Unruhe und erschöpft den Geist. Neben den äußerlichen Stressfaktoren nehme ich diesen Teufelskreis an inneren Vorwürfen, Schuld- und Schamgefühlen, Unsicherheiten und Ängsten als den größten Belastungsfaktor zurzeit war, der zu psychischer und mentaler Erschöpfung führt.“ (wind)

EMMA – sieht dich, hört dich, versteht dich!

EMMA – das sind Emilie Billan, Martina Petraschka & Dagmar Popp – Frauen wie DU! Jede von ihnen ist Unternehmerin und seit vielen Jahren als Pädagogin, Coach und (Mental-)Trainerin tätig. Mit einer stärkenden, sehr abwechslungsreichen Abenteuerreise zum eigenen ICH richtet sich EMMA an Frauen in allen Lebenslagen und ihre Familien! Mit einem täglichen Austausch werden Frauen, Mamas und Menschen dabei unterstützt, wieder mehr zu sich selbst zu finden. Februar 2022 geht es los!

„Die Pandemiesituation wirft viele Menschen noch mehr auf sich selbst zurück“,

erzählt Emilie Billan von EMMA, „die Basis, die wir alle von Kindheit an

mitbekommen haben, gibt vielen von uns nicht das notwendige Rüstzeug in

Situationen, denen wir jetzt zwangsläufig gegenüber stehen.“

EMMA lädt vor allem Frauen ein, wieder zu ihrem Selbst zurückzufinden,

um dann in schwierigen Lebenslagen mit der nötigen Leichtigkeit und Bedacht

auf sich selbst (re-)agieren zu können.   „Vor Corona war die Frau zwar die

Familien-Managerin, konnte aber doch einiges auslagern. Situationen, mit denen sich viele Frauen irgendwie arrangieren konnten“, so Billan, „durch die Pandemie und die Lockdowns wurden viele Frauen wieder in mehr als ‚veraltete‘ Muster zurückgeworfen  – in eine Lebenssituation, aus der sie gar nicht mehr rauskönnen.“ Durch Corona haben sich die Lebensumstände in vielen Familien verschärft – sei es auf engstem Raum Home-Office, Haushalt, Kinder und Partnerschaft zu managen oder auch sich verändernde Job- und damit Finanzsituationen.
Billan: „Und da kommt dann zutage, wie mein Ich funktioniert – es gibt keine Ablenkungen mehr, kein Rauskommen aus der belastenden Situation. Die verschiedenen Erwartungen der beiden Elternteile prallen aneinander und die Mamas sind in der ‚Pflicht‘, das alles zu managen bzw. sehen sich selbst in dieser Rolle.“
In dieser von „außen“ erzwungenen Situation komme dann diese fehlende Basis zutage, so die Expertin – „es wird spürbar, dass die Frau mit ihren Enttäuschungen und dahinterliegenden Erwartungshaltungen nicht umgehen kann und eigentlich ‚bedürftig‘ wäre, von jemandem aufgefangen zu werden. Für viele ist das aber gar nicht artikulierbar.“
„Daher ist es für uns so wichtig, dass Frauen dabei unterstützt werden, sich wieder mehr sich selbst zuzuwenden. Fragen wie Wer bin ich?, Wo eckt es bei mir?‚ Wie geht es mir damit?, nachzugehen und Frauen dabei zu unterstützen, wieder mehr ihr eigenes Ich zu pflegen und auch darin, dass rundherum nicht immer alles perfekt erledigt werden muss. Einfach auch einmal milde mit sich selbst zu sein“, erklärt Emilie Billan die Motivation hinter EMMA. Dazu gehöre dann auch das Erkennen der Selbstwirksamkeit, der Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.


Wechselwirkung im eigenen Sonnensystem
„Ganz nach dem Motto ‚Ich bin das zentrale Sonnensystem und wenn ich dieses nach meinen Bedürfnissen gestalte, verändert sich auch das Umfeld“, so Billan, „ich bin eine Sonne – du bist eine Sonne. Ich darf strahlen – du darfst strahlen! Wenn ich dem anderen erlaube, er/sie selbst zu sein, dann darf ich auch sein, wer ich bin. Nur wenn ich mich um mich kümmere, kann ich auch strahlen.“
Ich bin ICH!
Der Koffer für diese Abenteuerreise ist gut gepackt mit vielen spannenden, freudvollen Inputs und Übungen zur Selbstreflexion.
Mit Spaß und Leichtigkeit bestärken wir Frauen, ihr eigenes ICH wieder zu sehen, anzuerkennen und zu leben. Online, aber dann auch persönlich – mit Einzelcoachings, Aufstellungen und Seminaren stellen sich die Frauen verschiedenen Aufgaben, wie zum Beispiel indem Dinge, die gut gelungen sind, Anerkennungen und schöne Erlebnisse in einem Buch festgehalten werden.
„Es ist uns wichtig, Frauen auf dieser Reise dahin zu führen, ihre Emotionen zu akzeptieren und sichtbar zu machen. Dass es in Ordnung ist, wenn uns Gefühle wie Wut oder Trauer überkommen und dass das Gegenüber diese auch ‚sehen‘ darf“, so Billan, „es ist eine Stärke, seine Gefühle zuzulassen und zu zeigen.  Da sehe ich auch die Chance dieser Pandemie – dass jeder sich wieder sich selbst zuwenden und als ‚neuer‘ Mensch gestärkt und wieder mit Freude, Humor und Leichtigkeit daraus hervorgehen darf.“
www.emma-spricht.at •

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