„Ildiko Raimondi und meine Wenigkeit sind Operettenfreaks und haben in letzter Zeit etwas wehmütig den Zerfall der Operette im Sinne der Aufführungspraxis an den Opernhäusern als auch bei herkömmlichen Sommerfestivals beobachtet und praxisnah miterlebt“, erzählt der in Bad Vöslau lebende Herbert Lippert, „wir wollten etwas ändern.“ So entstand die Idee zum Konzertzyklus OMIA, mit dem Operette neu erlebbar gemacht werden soll. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Publikum – bei uns durch Videoprojektionen – qualitativ zu informieren“, so Lippert. So schlüpft bei den ersten Konzerten in Gmunden und Wien Schauspieler Johannes Silberschneider in die Rolle des Zeitzeugen Max Winter (erster Sozialreporter seiner Zeit) und informiert das Publikum über Genialität und Problemtaik der Operette in wirtschaftlicher aber auch politischer Hinsicht. Die Solisten sowie die Sankt Florianer Sängerknaben liefern wiederum die künstlerische Seite – durch ihre erfrischende Umsetzung der Operette auf musikalischer Ebene.

Neue Begeisterung für die Operette erwecken
Mitte des 19. Jahrhunderts fand die Operette von Paris kommend in Wien eine durch den Wiener Walzer geprägte eigenständige Form. Heute stehen viele Operetten am Spielplan wichtiger Opernhäuser. Die beiden Solisten der Wiener Staatsoper wollen nun mit OMIA neue Begeisterung für dieses Genre wecken und dass ein breites Publikum die große Kunst der Operette wahrnimmt. Drei Jahre lang habe man an der Vorbereitung für dieses künstlerische Projekt gearbeitet, so Lippert, „wichtig ist uns dabei vor allem, die Jugend – in diesem Fall das Jugendorchester der Wiener Philharmoniker und die Sankt Florianer Sängerknaben – miteinzubeziehen, um damit auch einen frischen Zugang zu ermöglichen.“ Mit den Aufführungen in der Wiener Gasometerhalle im August setze man bewusst einen Gegenpol zur verkitschten Operettenentwicklung und dem damit verbundenen Niedergang der letzten Jahrzehnte.
An der Weiterentwicklung des Konzeptes der Sommerkonzerte werde bereits emsig gearbeitet, betont Lippert: „Ideen sind genug vorhanden. Eine Tournee ist geplant – sowohl im In- als auch im Ausland.“

Programm "EIn Walzer muss es sein":
Uraufführung am Dienstag, 15. August in Gmunden, Congresshalle und Toscanapark um 20 Uhr
Aufführungen in Wien, Bank Austria Halle, Gasometer:
Samstag, 19. August, 19 Uhr
Sonntag, 20. August, 19 Uhr
Infos: www.o-mia.com

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