Alle Babys weinen – in unterschiedlicher Intensität. Wenn das Schreien jedoch über mehrere Stunden trotz aller Bemühungen seitens der Mama anhält und dies mehr als drei Tage die Woche und seit mehr als drei Wochen, wird der Begriff des „Schreibabys“ verwendet. Mittlerweile gibt es für diese Extremsituation zahlreiche Empfehlungen von Hebammen und eigene Schrei-Ambulanzen in Krankenhäusern – wie beispielsweise in Wien, Graz und Mödling.

Hautkontakt und Massage
Geborgenheit, Nähe, Sicherheit und Wärme – Gefühle, die für ein Baby wichtig sind, um sich nach seiner Geburt in der neuen Umgebung außerhalb des Mutterleibes zurecht zu finden. Hautkontakt ist dabei besonders wichtig für Mutter und Kind – mittels Massage kann bei einem Schreibaby Beruhigung hervorgerufen werden. Wichtig ist bei der Babymassage, dass sanfte, langsame Bewegungen ausgeführt werden. Bei einer Hebamme des Vertrauens kann solch eine Babymassage erlernt und erprobt werden.
Eine weitere Empfehlung der Experten: Die Einhaltung gewisser Rituale wie das Stillen oder bestimmte Abläufe beim Wickeln des Kindes. Kuschelstunden schaffen ebenso Sicherheit und Geborgenheit – wer von Beginn an nach dem Essen mit dem Baby kuschelt, schafft ein für das Kind wichtiges Ritual.
Weitere Empfehlung vieler Hebammen: Bestimmte Wickeltechniken des Tragetuches, die dem Kind noch mehr Sicherheit geben. Generell ist aber dabei zu beachten, dass das Baby nicht zu fest in das Tuch gewickelt wird.
Cranio Sacral-Therapie hilft bei vielen Problemen
Wenn alle herkömmlichen, beruhigenden Methoden nichts helfen, stehen Mütter oft ratlos vor dem Problem: „Was ist mit meinem Baby los? Wie kann ich noch helfen?“. Hier kann die Cranio-Sacral-Therapie als eines der sanftesten Teilgebiete der Osteopathie mitunter weiterhelfen. Die Cranio Sacral-Therapie hilft aber nicht nur bei Schlafstörungen und Schreiattacken bei Babys, sie ist prinzipiell eine für Kinder geeignete Methode, und tut auch Schwangeren gut.
„In vielen nordischen Ländern ist es beispielsweise selbstverständlich, dass Babys gleich nach der Geburt eine Craniobehandlung erhalten“, erzählt die Energetikerin Ingrid Pichler aus Hernstein, „viele Eltern aus Hernstein kommen mit dem Neugeborenen zu mir, da sie im Babypaket der Gemeinde einen Cranio Sacral-Gutschein für das Baby von mir geschenkt bekommen. Das ist mir ein großes Anliegen, den Kleinen gleich den Anfang ins Leben zu erleichtern.“
Hintergrund: Alles, was wir erleben, vor allem sehr einschneidende Erfahrungen wie eben eine Geburt, haben auch besonders starke Einflüsse auf körperlicher und seelischer Ebene, jede Erfahrung bleibt im Gewebe gespeichert, so der Ansatz der Craniobehandlung. Man spricht dabei vom so genannten „Zellgedächtnis“. Kann der Körper diese „Blockaden“ nicht vollständig alleine lösen, dann behindern sie die natürliche Eigenbewegung von Knochen, Gewebe und Organen und auch den Energiefluss im Körper. „Durch Zufall entdeckte Dr. John E. Upledger, der Vater der ‚Cranio Sacral-Therapie‘, dass es neben dem Atem- und Herzrhythmus noch einen anderen Rhythmus gibt – eben den Cranio Sacral-Rhythmus“, erklärt Ingrid Pichler: „In einer doppelwandigen Membran, die vom Schädelknochen (Cranium) über das Rückenmark bis zum Kreuzbein (Sacrum) verläuft, fließt eine Flüssigkeit (Liquor).
Durch die wellenartige Bewegung der Flüssigkeit, hervorgerufen von der Produktion und Absorbtion des Liquors innerhalb des Systems, entsteht der Cranio Sacral-Rhythmus. Diese Schwingungen werden, durch die anatomische Anordnung der Membran, auf den ganzen Körper übertragen. Ist der Rhythmus nicht im Gleichgewicht kann es zu Funktionsstörungen kommen.“
Mit dieser Behandlungsmethode werden nun die Disbalancen im gesamten menschlichen System zu ihrer Lösung geführt und der Mensch „schwingt“ danach wieder harmonischer.
„Das Ziel der Cranio Sacral-Therapie ist es, die freie Beweglichkeit der Flüssigkeit wiederherzustellen und somit die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen, das Immunsystem zu stärken, das zentrale Nervensystem auszugleichen und die Körperstatik zu harmonisieren“, so Pichler.

„Schmerz ist Schrei nach fließender Energie!“
Und warum hilft diese Behandlung nun bei vielen Babys?
„Bei einer Geburt werden alle Schädelknochen komprimiert, damit das Baby durch den Geburtskanal passt“, erklärt Ingrid Pichler, „dabei kann es vorkommen, dass Blockaden im Cranio Sacralen System entstehen und als weitere Folge kann der Flüssigkeitsdruck nicht mehr selbstständig abgebaut werden – dies führt zu einem Überdruck im System und das Baby fühlt sich nicht wohl, hat Schmerzen und fängt zu schreien an.“
Die Cranio Sacral-Therapie hilft aber auch bei anderen Beschwerden: Bei Kindern mit Schlafstörungen, Problemen im HNO-Bereich und nach Stürzen.
„Ein Sturz kann das Cranio Sacrale System sehr durcheinander bringen und nicht sofort treten Beschwerden auf“, erzählt die Energetikerin, die Schmerzen können sich oft erst später bemerkbar machen. „Beschwerden können dann z.B. Kopf-, Rückenschmerzen oder Konzentrationsprobleme sein“, so Pichler.
Und aus ihrer Praxis erzählt sie: „Ein kleines Mädchen, welches eine Kopfschieflage hatte, kam zu mir. Sie schaute nur auf die rechte Seite, egal ob sie im Kindersitz saß, im Bett lag oder getragen wurde. Die Mutter kam mit ihr vier - bis fünfmal zu mir. Nach jeder Behandlung merkten wir eine Besserung, bis das Problem ganz weg war. Es macht mir soviel Freude, den Kleinen zu helfen und die Erleichterung in den Gesichtern der Eltern zu sehen.“ (zed)
Foto: Pixabay

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